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Erneuter Corona-Ausbruch in Peking
Aus Tagesschau vom 15.06.2020.
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Coronavirus So entwickeln sich die Fallzahlen weltweit

Wo steigt die Kurve? Welche Regionen sind wie betroffen? Wo ist eine Übersterblichkeit sichtbar? Vergleichen Sie die Länder in unseren täglich aktualisierten Grafiken.

Wo drohen neue Ausbrüche des Coronavirus? Wie entwickelt sich die Situation in einzelnen Regionen der Welt? Wo greifen die Massnahmen – und wo nicht? Um solche Trends leichter erkennen zu können, veröffentlicht SRF auf dieser Seite eine Reihe von interaktiven Grafiken, die regelmässig aktualisiert werden.

Die Entwicklung der Länder im Vergleich

Mit der untenstehenden Grafik lässt sich die Verbreitung von Covid-19 in bis zu sechs Ländern vergleichen – so gut wie es die Daten eben hergeben. Wir fokussieren dabei auf die Darstellung von Trends. Um die Vergleichbarkeit zu verbessern, zeigen wir sowohl gemeldete Neuinfizierte als auch Todesfälle im Durchschnitt über sieben Tage. Die logarithmische Skala ermöglicht einen besseren Vergleich der Trendlinien – falls Sie aber eine lineare Skala bevorzugen, können Sie diese auswählen. Vergleichen Sie bis zu sechs Länder miteinander!

Fehlt ein Land, das Sie gerne verglichen hätten? Dann ist das Land entweder kaum von Covid-19 betroffen und verzeichnet somit weniger als 100 Todesfälle – oder es testet kaum und kann damit keine brauchbaren Daten liefern.

Kontinente in der Übersicht

Covid-19 hat sich weltweit ausgebreitet – mit regionalen Ausbrüchen auf vielen Kontinenten. Um eine bessere Übersicht zu ermöglichen, zeigt die untenstehende Grafik jene sechs Länder pro Kontinent, die in den vergangenen sieben Tagen im Schnitt die meisten Neuinfektionen gemeldet haben. Wählen Sie einen der vier meistbetroffenen Kontinente aus. Um die Verhältnisse zwischen den Ländern zu vergleichen, können Sie die Skala linear anzeigen lassen. Um die Trends besser zu sehen, wählen Sie die logarithmische Skala.

Die Neuinfektionen zwischen einzelnen Ländern zu vergleichen ist schwierig, da die Datenqualität variiert. Je weniger in einem Land getestet wird, desto kleiner sind die gemeldeten Neuinfektionen – und desto grösser die Dunkelziffer. Die Todesfälle aufgrund von Covid-19 sind daher die bessere Vergleichsgrösse, um das Ausmass der Pandemie in einem Land zu zeigen. Weil Todesfälle aber oft erst Monate nach einer Ansteckungswelle auftreten, können die Neuinfektionen als aktuelle Hinweise für die Verbreitung genutzt werden.

Diesen Ländern droht Quarantäne-Liste

Seit dem 6. Juli müssen Reisende aus sogenannten Risikoländern zehn Tage in Quarantäne. Die Liste der Risikoländer wird vom Bund erstellt und unregelmässig aktualisiert. Zuletzt am 5. August. Neu befinden sich u.a. Rumänien, Singapur und Spanien auf der Liste – Rückkehrer aus diesen Ländern müssen aber erst bei Rückkehr ab dem 8. August in die Quarantäne. Nicht davon betroffen sind die Kanarischen und Balearischen Inseln, welche zu Spanien gehören.

Doch die epidemiologische Situation in einzelnen Ländern ändert sich konstant. SRF bietet deshalb eine konstant aktualisierte Tabelle, in der für jedes Land ersichtlich ist, ob es sich bereits auf der Liste befindet oder ob es zurzeit Gefahr läuft, bei der nächsten offiziellen Anpassung durch den Bund auf die Quarantäne-Liste gesetzt zu werden (gelb markiert). Der durch den Bundesrat und das BAG vorgegebene Grenzwert steht bei 60 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner in den letzten 14 Tagen (rot hinterlegt).

Die Überschreitung des Grenzwertes ist eine von drei Voraussetzungen, Link öffnet in einem neuen Fenster, warum ein Land als Risikoland eingestuft wird. Die anderen beiden Voraussetzungen sind:

  • Die verfügbaren Informationen aus dem betreffenden Staat oder Gebiet erlauben keine verlässliche Einschätzung der Risikolage, und es bestehen Hinweise auf ein erhöhtes Übertragungsrisiko im betreffenden Staat oder Gebiet.
  • In den letzten vier Wochen sind wiederholt infizierte Personen in dieSchweiz eingereist, die sich im betreffenden Staat oder Gebiet aufgehalten haben.

Übersterblichkeit in einzelnen Ländern

Der statistisch sicherste Weg, um den verursachten menschlichen Schaden durch Covid-19 festzustellen, ist der Blick auf die sogenannte Übersterblichkeit. Dabei werden alle Verstorbenen eines gewissen Zeitraumes gezählt – egal, woran sie gestorben sind – und mit dem Durchschnitt der vergangenen Jahre verglichen. Sterben zum Beispiel während einer Woche deutlich mehr Menschen als in denselben Wochen in den Jahren zuvor, spricht man von Übersterblichkeit. Zu einer ganzen Reihe von Ländern sind diese Daten bereits vorhanden. Diese werden aktualisiert, sobald neue Daten vorliegen.

Quellen und Methoden

Die Daten der Neuinfektionen und Verstorbenen werden von der EU-Agentur ECDC, Link öffnet in einem neuen Fenster aggregiert und mehrmals täglich aktualisiert. Die Zahl der Genesenen berechnen wir selbst. Die Grundlage der Zahlen zur Quarantäne-Liste bietet das ECDC. Auf diese stützt sich auch der Bund. Teilweise zeigt die Tabelle auch Regionen, die vom Bund nicht als unabhängige Länder anerkannt sind. Die Daten zur Übersterblichkeit aggregiert der «Economist, Link öffnet in einem neuen Fenster» und werden je nach Land aktualisiert. Sie sind zurzeit nur für eine Reihe von Ländern verfügbar.

Mitarbeit: Christoph Schmid (Interactive Things), Angelo Zehr

Tagesschau 18. Juni, 20 Uhr

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Beat. Mosimann  (AG)
    Täglich bestätigte Neuinfektionen, Im 7-Tages-DurchschnittØ Neuinfizierte
    Schweiz 18,71 ? Italien 326,14 ? USA 21'749,29 ? Neuinfektionen, Wie geht den das mit 19. 71 Menschen die neu infiziert sind? Wer ist 0,71 vom Corona angesteckt?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Markus Sommer  (praemienverbilligung.org)
    Gute Darstellung ABER total verfälscht (2) Wieso also nicht mit den Besten vergleichen (2. teuerstes Gesundheitssystem): Westeuropa (Österreich, Island, Norwegen und Dänemark) , Osteuropa (Kroatien, Slowakei, Slowenien, Litauen und Lettland), Asien (Taiwan, Thailand, Hong Kong und Vietnam), Ozeanien (Australien, Neuseeland) und Südamerika (Uruguay und Paraguay). Es gibt viele weitere. Oder zumindest 50:50, also 50% schlechte und 50% gute Beispiele. Nur so sieht man wie die Schweiz steht.
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  • Kommentar von Markus Sommer  (praemienverbilligung.org)
    Gute Darstellung ABER total verfälscht (1) Wie bei den meisten Schweizer Medien werden bei allen Ansichten "per default" nur Negativbeispiele dargestellt. So bei "Kontinente in der Übersicht" (alle Kontinente) und auch bei "Täglich bestätigte Neuinfektionen". So entsteht der völlig falsche Eindruck, die Schweiz habe die 1. Welle gut bewältigt, obwohl wir hinsichtlich Infizierten und Toten per 100k Einwohner noch immer in den Top-Rängen sind. Eigentlich sollten wir uns mit den Besten messen!
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