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Staaten investieren Milliarden Steuergelder für Corona-Impfstoff
Aus 10vor10 vom 11.08.2020.
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Coronavirus weltweit Die internationale Lage in der Übersicht

  • Weltweit beläuft sich die Zahl der nachgewiesenen Infektionen auf mehr als 20 Millionen. Es gibt rund 735'000 Todesfälle.
  • In den USA haben sich rund fünf Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Kein Land weist mehr Fälle auf.
  • Indien ist nach den USA und Brasilien das dritte Land, das die Schwelle von zwei Millionen Infektionen überschritten hat.
  • Lateinamerika verzeichnet neben den USA die meisten bestätigten Virus-Toten weltweit, mehr als 200'000. Brasilien und Mexiko sind am stärksten betroffen.
  • Seit dem 3. Juli müssen sich in die Schweiz Einreisende aus gewissen Regionen in eine zehntägige Quarantäne begeben. Die Liste der Risikoländer, Link öffnet in einem neuen Fenster wurde per 8. August auf 46 Länder erweitert.
  • Hier finden Sie die Fallzahlen weltweit.
  • Hier finden Sie die Fallzahlen in der Schweiz.

Länder im Vergleich

Mit der unten stehenden Grafik lässt sich die Verbreitung von Covid-19 in bis zu sechs Ländern miteinander vergleichen – so gut wie es die Daten eben hergeben. Um die Vergleichbarkeit zu verbessern, zeigen wir sowohl gemeldete Infektionszahlen als auch Todesfälle im Durchschnitt über sieben Tage. Die logarithmische Skala ermöglicht einen besseren Vergleich der Trendlinien – falls Sie aber eine lineare Skala bevorzugen, können Sie diese auswählen.

Nordamerika

USA: Die USA haben beim US-Biotechkonzern Moderna 100 Millionen Dosen eines potenziellen Corona-Impfstoffs bestellt. Dafür steht ein Budget von 1.5 Milliarden US-Dollar zur Verfügung.

Der Impfstoff muss jedoch erst klinische Tests bestehen. Derzeit läuft in den USA eine Studie mit 30'000 Teilnehmenden. Präsident Donald Trump geht von einem Impfstoff «weit vor Ende des Jahres aus».

Die USA befinden sich nach Einschätzung der Beraterin des Präsidialamtes, Deborah Birx, in einer «neuen Phase» der Coronavirus-Pandemie. Das Virus sei «ausserordentlich weit verbreitet» in ländlichen und städtischen Gebieten.

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Aus dem Archiv: Amerika steckt in der Krise
Aus Tagesschau vom 07.08.2020.
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In den USA sind mehr als 164'000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Opferzahl in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, ist weltweit in absoluten Zahlen die höchste.

Europa

Deutschland: Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen hat mit 1226 am Mittwoch den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Höher lag der Wert zuletzt am 9. Mai mit 1251 Neuinfektionen. Seit Ende Juli steigen die Zahlen wieder deutlich, Experten sind besorgt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn macht aber klar, dass er keine kritische Schwelle überschritten sieht: «Im Moment sind wir noch in einer Grössenordnung, mit der das Gesundheitswesen umgehen kann.» Seit Beginn der Coronakrise haben sich mindestens 218'519 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus infiziert.

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Aus dem Archiv: Deutschland setzt auf Corona-Tests
Aus Tagesschau vom 09.08.2020.
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Seit Samstag müssen sich Einreisende aus internationalen Risikogebieten bei der Rückkehr nach Deutschland testen lassen.

Maskenpflicht herrscht in Deutschland im ÖV, in Geschäften und Restaurants, zudem kann sich die Regierung eine Maskenpflicht an Schulen vorstellen. Grossveranstaltungen bleiben bis mindestens Ende Oktober mit Ausnahmen verboten.

Italien: In Italien könnten einer Studie zufolge sechsmal so viele Menschen dem Coronavirus ausgesetzt worden sein wie bislang bekannt. Demnach sind bei 1.5 Millionen Menschen oder etwa 2.5 Prozent der Bevölkerung Antikörper gegen das Virus vorhanden, heisst es in einer vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Erhebung.

Die Regierung hat den Corona-bedingten Notstand bis zum 15. Oktober verlängert. Bis zum 7. September verlängert Italiens Regierung zudem ihre Anti-Corona-Massnahmen. Das Kabinett von Ministerpräsident Giuseppe Conte verabschiedete ein Dekret, in dem unter anderem die Maskenpflicht in geschlossenen und öffentlichen Räumen sowie die Abstandsregeln weiter vorgeschrieben werden. Auch grössere Menschenansammlungen bleiben verboten. Ihre Ferien lassen sich die Italiener trotzdem nicht nehmen.

Österreich: Im östlichen Nachbarland, das eine ähnlich grosse Bevölkerungszahl hat wie die Schweiz, haben sich rund 22'200 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Gesundheitsminister Rudolf Anschober präsentierte ein neues Corona-Ampelsystem, das einzelne Bezirke in vier Risikostufen unterteilt.

Seit dem 24. Juli muss nebst dem ÖV auch in Supermärkten, Bank- und Postfilialen eine Schutzmaske getragen werden. Die Einreise aus Risikogebieten ist nur mit negativem Coronatest erlaubt.

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Aus dem Archiv: Österreich weitet Maskenpflicht wieder aus
Aus Tagesschau vom 24.07.2020.
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Frankreich: Veranstaltungen mit mehr als 5000 Menschen bleiben nun doch bis mindestens 30. Oktober verboten. Das kündigte Premier Jean Castex in Montpellier an. Die Beschränkung hätte eigentlich Ende August auslaufen sollen.

«In Frankreich hat sich die Situation im Zusammenhang mit Covid-19 in den letzten Tagen verschlechtert», warnte Castex. Die Zahl der Einweisungen in Spitäler und auf Intensivstationen nehme wieder zu. Castex kündigte ausserdem an, sich an die regionalen Behörden wenden zu wollen, um die Maskenpflicht an öffentlichen Orten so weit wie möglich auszudehnen.

Schutzmasken sind in öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen geschlossenen Räumen wie Läden oder Restaurants Pflicht. Viele Orte – darunter Paris, Nizza und Lille – setzen aber vermehrt auf Maskenpflicht unter freiem Himmel an bestimmten Orten.

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Aus dem Archiv: Maskenobligatorium noch nicht verinnerlicht
Aus Tagesschau vom 05.08.2020.
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Serbien: Im Balkanstaat geht die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektion wieder zurück. Am Montag waren es rund 240 neue Fälle. Das ist deutlich weniger als noch Ende Juli, als an mehreren Tagen mehr als 400 neue Fälle pro Tag gemeldet wurden. Das Land befindet sich aber nach wie vor auf der Quarantäneliste des BAG: Wer aus Serbien in die Schweiz zurückkehrt, muss sich somit für zehn Tage in Quarantäne begeben.

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Aus dem Archiv: Keine Ferien in der Heimat
Aus Tagesschau vom 26.07.2020.
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Kosovo: Der Ministerpräsident des Kosovo hat sich nach eigenen Angaben mit dem Coronavirus angesteckt. Er habe keine Symptome ausser einem schwachen Husten, teilte Avdullah Hoti auf Facebook mit. Hoti wird vorgeworfen, nicht genug im Kampf gegen das Virus zu unternehmen. Auch Kosovo steht auf der Quarantäneliste des BAG. Die Fallzahlen im kleinen Balkanstaat sind mit rund 1.8 Millionen Einwohnern vergleichsweise hoch.

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Aus dem Archiv: Corona-Hotspot Kosovo
Aus Tagesschau vom 09.08.2020.
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Spanien: Die Behörden meldeten am Dienstag 1418 Neuinfektionen, nachdem es in den Tagen zuvor mehr als 3000 Neuansteckungen pro Tag waren. In der Schweiz befindet sich Spanien – mit Ausnahme der Balearen und der Kanaren – neu auf der Quarantäneliste des Bundes. Die neue Liste gilt seit dem 8. August.

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Aus dem Archiv: Spanien kommt auf Schweizer Risikoliste
Aus 10vor10 vom 05.08.2020.
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Spaniens Bruttoinlandsprodukt ist im zweiten Quartal um historische 18.5 Prozent eingebrochen. Das ist ein viermal höherer Wert als in der Finanzkrise. Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen liegt bei rund 297'000 Fällen. Auch der Tourismus ist im Juni beinahe zum Erliegen gekommen.

Für Touristen gilt: Vor Reiseantritt muss ein Online-Formular ausgefüllt werden. Zudem gibt es eine Kontrolle des Gesundheitszustands.

Grossbritannien: Seit Sonntag meldete Grossbritannien immer wieder Ansteckungszahlen über 1000. So hoch waren die tägliche Neuinfektionen seit Juni nicht mehr. Zuvor wurde mitgeteilt, dass Covid-19-Schnelltests eingeführt werden. Innerhalb von 90 Minuten könne das Virus nachgewiesen werden, erklärte Gesundheitsminister Matt Hancock. Rund 5.8 Millionen DNA- und 450'000 Abstrichtests sollen zur Verfügung stehen.

Die britische Regierung setzt wieder auf einen Regelbetrieb in den Schulen nach Ende der Sommerferien. Schülerinnen und Schüler sollten ab September wieder die volle Zeit zur Schule gehen, sagte Premierminister Boris Johnson. Er hoffe, dass dann mit lokalen Massnahmen Virus-Ausbrüche eingedämmt werden könnten.

Griechenland: Die griechische Regierung hat nach gestiegenen Infektionszahlen umfangreiche Einschränkungen für zahlreiche Urlaubsregionen und Städte angeordnet.

Nachdem mehr als 200 nachgewiesene Corona-Fälle pro Tag gemeldet wurden, müssen alle Tavernen, Bars und Discos in zahlreichen Regionen des Landes, darunter auf Kreta, Santorin, Mykonos und anderen bekannten Urlaubsregionen täglich spätestens um 24 Uhr schliessen. Die Massnahme gilt vorerst bis 23. August.

Eine Caféangestellte steht mit einem Schutzvisier vor dem Lokal, im Hintergrund sind Cafébesucher zu sehen.
Legende: Spätestens um Mitternacht ist Schluss: Für Restaurants, Bars und Cafés gelten in Griechenland strengere Regeln. Keystone

Zudem müssen alle auf dem Landweg einreisenden Menschen ab 17. August einen negativen Coronatest vorlegen, egal aus welchem Land sie stammen. Das Gleiche gilt für Flugreisende aus mehreren europäischen Ländern, darunter Spanien und Schweden.

Belgien: Die Hauptstadt Brüssel mit ihren rund 1.2 Millionen Einwohnern verhängt eine Maskenpflicht für den gesamten öffentlichen Raum. Alle Menschen müssten ab sofort etwa in Parks und auf der Strasse, aber auch in privaten Räumen, die für die Öffentlichkeit zugänglich seien, Mund und Nase bedecken, teilen die Behörden mit.

Brüssel gehört damit zu den Hauptstädten in Europa mit den strengsten Corona-Regeln. Die Zahl der Corona-Infizierten in Brüssel war zuletzt wieder angestiegen. Gemessen an der Zahl der Einwohner hat das Land eine der höchsten Todesraten im Zusammenhang mit Covid-19 weltweit.

Schweden: Das Land steht inzwischen nicht mehr auf der Schweizer Quarantäneliste. Die schwedischen Grenzen sind für EU-Bürger offen – die Anreise per Flugzeug, Fähre oder Auto über die Öresundbrücke ist möglich, und auch innerhalb des Landes gibt es keine Reisebeschränkungen. Jedoch gilt eine Teilnehmergrenze von 50 Personen für öffentliche Versammlungen.

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Aus dem Archiv: Wie sich Schwedens Sonderweg auswirkt
Aus 10vor10 vom 22.07.2020.
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Norwegen: Reisende aus Frankreich, Monaco, der Schweiz, Tschechien und einigen schwedischen Regionen müssen sich in Norwegen für zehn Tage in Quarantäne begeben. Die neuen Regeln gelten seit Samstag.

Finnland: Für Reisende aus gewissen Risiko-Staaten will Finnland Pflicht-Tests und Zwangsquarantänen einführen. Das kündigt die Ministerin für Soziales an. Wer sich nicht daran halte, müsse mit einer Geld- oder Haftstrafe rechnen, hiess es. Die Massnahme solle «bald» in Kraft treten. Das Land meldete anfangs Woche rund 7000 Fälle bei gut 300 Verstorbenen.

Polen: Der verstärkte Anstieg bei den Infektionszahlen in Polen hält an. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen ist zurzeit so hoch wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Insgesamt sind bisher mehr als 52'000 Corona-Infektionsfälle bestätigt. Die Regierung führt den Anstieg auf Virusausbrüche unter Bergarbeitern und auf vermehrte Kontakte in der Bevölkerung zurück. Sie denkt über obligatorische Tests für Reiserückkehrer und eine Quarantäne für Einreisende aus bestimmten Ländern nach.

Russland: Russland lässt als erstes Land der Welt einen Corona-Impfstoff zu. Der Impfstoff mit dem Namen «Sputnik-V» ist von einem staatlichen Forschungslabor in Moskau in Zusammenarbeit mit der russischen Armee entwickelt worden. Erste Länder, darunter Israel und Brasilien, kündigten Interesse an.

Russland will einem Medienbericht zufolge bereits im Oktober mit einer Massenimpfkampagne beginnen. Die Vorbereitungen dazu liefen, sagte Gesundheitsminister Michail Muraschko laut der Nachrichtenagentur RIA. Ärzte und Lehrer sollten als Erste geimpft werden.

Drei Friedhofangestellte graben in Schutzanzügen Gräber für Coronaopfer.
Legende: Russische Arbeiter begraben Corona-Opfer auf eine Friedhof ausserhalb Moskaus. Keystone

Nach den USA, Brasilien und Indien weist Russland die vierthöchste Ansteckungszahl aus. Die Zahl der Infektionsfälle liegt bei rund 902'700. Insgesamt gibt es rund 15'260 Todesfälle.

Naher Osten

Ägypten: Ägypten hat am 1. Juli seine Ferienorte wieder für ausländische Touristen geöffnet, nachdem der für das Land am Nil wichtige Tourismus im März aufgrund der Massnahmen zur Eindämmung des Virus-Ausbruchs zum Erliegen gekommen war. Für die EU gilt Ägypten in der Coronakrise allerdings noch nicht als sicheres Reiseland.

Saudi-Arabien: Mit über 289'000 gemeldeten Infektionen und mehr als 3100 Toten ist Saudi-Arabien im Vergleich zu anderen Ländern im arabischen Raum besonders stark vom Coronavirus betroffen.

Erstmals in der modernen Geschichte des Landes durften nur Inländerinnen und Inländer unter strengen Auflagen an der grossen Pilgerfahrt Hadsch teilnehmen.

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Aus dem Archiv: Die Wallfahrt Hadsch beginnt unter Auflagen
Aus Tagesschau vom 29.07.2020.
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Israel: Nach einem leichten Abflachen der Corona-Infektionen hat die Regierung eine Lockerung von Einschränkungen an Wochenenden beschlossen. Geschäfte dürfen an Wochenenden wieder normal öffnen, auch das Benutzen öffentlicher Spielplätze ist dann wieder erlaubt. Zuvor hatten bestimmte Geschäfte vom Freitagnachmittag bis zum Sonntagmorgen schliessen müssen.

Israel will seine Schulen und Kindergärten am 1. September mit einer Obergrenze von 18 Kindern und Jugendlichen pro Gruppe wieder öffnen. Das israelische Bildungsministerium veröffentlichte am Montag einen entsprechenden Plan. Israelische Schulklassen sind normalerweise mit 30 bis 40 Kindern sehr gross.

Protestierende tragen Schutzmasken und halten Israels Landesflagge.
Legende: Die Proteste der Israelis gegen die Coronapolitik von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu halten an. Reuters

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wird für sein Krisenmanagement kritisiert, es wurde mehrfach gegen ihn demonstriert. Die Regierung hat als Reaktion eine Einmalzahlung für viele Bürger gebilligt, um deren Finanznöte während der Coronakrise zu lindern. Fast jeder Israeli soll eine Zahlung von umgerechnet rund 200 Franken erhalten.

Libanon: Experten befürchten eine stärkere Ausbreitung des Virus nach der Explosionskatastrophe im Hafen von Beirut. Etwa 300'000 Menschen
sind seitdem obdachlos, mindestens 15 medizinische Einrichtungen
wurden beschädigt, darunter drei grössere Krankenhäuser.

Die Behörden meldeten am Dienstag einen Rekordanstieg bei Neuinfektionen. Es seien mehr als 300 Fälle und sieben Tote verzeichnet worden. Insgesamt sind damit 7121 Infektionen und 87 Todesfälle bekannt.

Türkei: Der Chef der türkischen Ärztevereinigung zweifelt die offiziellen Corona-Fallzahlen der Regierung an. «Sie spiegeln nicht die Wirklichkeit wider», sagte Sinan Adiyaman. Die Türkei befinde sich anders als offiziell vermittelt auf einem neuen Höhepunkt der Infektionszahlen, mit mehr als 1000 gemeldeten Fällen pro Tag.

Das Land hat die Maskenpflicht ausgeweitet. In den Metropolen Istanbul, Ankara, Bursa und weiteren Städten und Provinzen müssen die Einwohner auch im Freien Masken tragen. Cafés, Restaurants, Sportstudios, Strände und Kindergärten sind wieder geöffnet. Der Flugverkehr mit 31 Staaten wurde wieder aufgenommen.

Lateinamerika

Lateinamerika verzeichnet inzwischen die meisten nachgewiesenen Virus-Toten weltweit und damit mehr als Europa. Einer Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten zufolge entfallen auf die Region mehr als 200'000 Todesfälle, das sind rund 30 Prozent aller Fälle weltweit.

Eine Frau auf einer Trage wird von drei Pflegern in Schutzausrüstung in einen Krankenwagen verfrachtet.
Legende: Brasilien ist nach den USA das am zweitstärksten von der Pandemie betroffene Land. Reuters

Brasilien: Insgesamt gibt es über 3.1 Millionen bestätigte Infektionen. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle liegt bei über 103'000. Brasilien ist nach den USA das am stärksten betroffene Land weltweit.

Dennoch lockerte Brasilien die Einreisesperre. Die Strände von Rio de Janeiro bleiben für Schwimmer und Sonnenbadende jedoch geschlossen. Auch die Silvesterparty an der Copacabana ist abgesagt. Ein geschlossenes Museum in São Paulo geht derzeit einen besonderen Weg:

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Aus dem Archiv: Die Drive-through-Galerie in Sao Paulo
Aus Tagesschau vom 25.07.2020.
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Peru: Im Andenstaat galten seit Beginn der Krise strenge Ausgangsbeschränkungen, trotzdem verzeichnet Peru nach Brasilien und Mexiko die meisten Infektionen in Südamerika. Seit Anfang Juli hat die Regierung erste Massnahmen gelockert, unter anderem für den Bergbausektor. Auch Geschäfte haben mit Einschränkungen wieder geöffnet.

Chile: Gemessen an der Anzahl Todesfälle pro Million Einwohner ist das Land noch vor Peru und Brasilien in Südamerika am stärksten betroffen. Dennoch hat der Gesundheitsminister schrittweise Lockerungen eingeleitet. Seit dem 28. Juli können Menschen in gewissen Stadtteilen ihre Häuser wieder ohne Spezialbewilligung verlassen. Santiago hatte einen der weltweit längsten und striktesten Lockdowns.

Immer wieder gab es heftige Proteste, weil die Menschen seit Wochen nicht mehr zur Arbeit können und kaum eine soziale Absicherung besteht. Die Regierung unterstützt Hilfsbedürftige mit umgerechnet rund 118 Franken im Monat. Bis auf Weiteres dürfen keine Touristen einreisen.

Eine Frau spricht durch eine Schutzmaske in ein Megaphon, im Hintergrund ist ein Transparent zu sehen.
Legende: Auch in Chile gibt es immer wieder Proteste gegen das Vorgehen der Regierung während der Corona-Pandemie. Keystone

Mexiko: Die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Infektionen liegt bei rund 490'000. Insgesamt sind offiziellen Angaben zufolge über 53'000 Personen an den Folgen des Virus verstorben. Mexiko verzeichnet nach den USA und Brasilien die dritthöchste Zahl an Todesopfern.

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Aus dem Archiv: Mexiko-Ferien mitten in der Krise
Aus Tagesschau vom 20.07.2020.
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Asien

China: Die Behörden in der Provinz Hubei haben nach eigenen Angaben eine Person positiv auf Covid-19 getestet, die vor Monaten nach einer Infektion als geheilt gegolten hatte. Die 68-Jährige sei nun in Quarantäne. Tests hätten gezeigt, dass alle ihre Kontaktpersonen nicht infiziert seien.

In Wuhan, der Hauptstadt der Provinz, war das neuartige Coronavirus Ende 2019 erstmals nachgewiesen worden. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen liegt in China bei über 88'000.

Hongkong: China entsendet ein 60-Personen-Team nach Hongkong, das angesichts steigernder Ansteckungen umfangreiche Virustests durchführen soll. Ein Messegelände soll zur Aufnahme von Covid-19-Patienten eingerichtet werden. Damit werden zum ersten Mal Experten vom Festland in der Sonderverwaltungszone zur Bekämpfung der Seuche eingesetzt.

Hongkong verschiebt die geplante Parlamentswahl vom 6. September um ein Jahr. Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam gab als Grund die steigenden Infektionszahlen an. Für die Demokratiebewegungsanhänger ist das ein weiterer Rückschlag, hofften sie doch bei der Wahl auf grosse Sitzgewinne.

Die Regierung verschärfte zudem die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Es sind nur noch Treffen von maximal zwei Personen erlaubt. Restaurants dürfen nur noch Take-Away-Produkte anbieten. Ausserdem gilt an allen öffentlichen Orten eine Maskenpflicht.

Vietnam: Wegen strenger Massnahmen war das Land bisher erfolgreich im Kampf gegen die Pandemie und war lange Zeit das bevölkerungsreichste Land der Welt, das noch keinen Covid-19-Todesfall zu beklagen hatte. Inzwischen gibt es 17 bestätigte Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Ein Mann im Schutzanzug testet eine junge Frau auf das Coronavirus.
Legende: Zehntausende Vietnamesen, die zuvor den Corona-Hotspot Da Nang besucht hatten, wurden in Hanoi auf das Virus getestet. Reuters

Indien: Die Behörden meldeten am Montag über 1000 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus innert 24 Stunden. Das sind so viele wie noch nie. Zudem wurden weitere 62'000 Neuinfektionen bestätigt.

Mittlerweile haben sich über 2.2 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus liegt bei über 45'000. Indien verzeichnet nach den USA und Brasilien die höchste Infektionszahl weltweit. Indische Parteien werben daher auf sozialen Medien weiterhin für Schutzmassnahmen.

Ein Corona-Antikörpertest im Auftrag der indischen Regierung hat ergeben, dass 57 Prozent der Bewohner von drei Slums in der Millionenmetropole Mumbai Antikörper gegen Covid-19 im Blut haben. Diese Zahlen sind deutlich höher als die offiziellen Coronazahlen, viele Infizierte sind demnach nie erfasst worden.

Iran: Laut einer anonymen Quelle werden die Corona-Zahlen massiv geschönt. So soll die Zahl der bestätigten Infizierten bei rund 500'000 und nicht nur bei 330'000 liegen. Nach den Lockerungen Ende Mai wurden die Corona-Vorschriften und besonders die Maskenpflicht landesweit nicht mehr ernst genommen. Dies führte zu einem dramatischen Anstieg der Fallzahlen.

Die iranische Tageszeitung «Dschahan Sanaat» ist ihrem Chefredakteur zufolge wegen eines kritischen Berichts zu den amtlichen Corona-Fallzahlen geschlossen worden. Das Blatt hatte am Sonntag ein Interview mit einem Epidemiologen veröffentlicht, der angab, dass die Corona-Fallzahlen aus politischen und sicherheitstechnischen Gründen manipuliert würden und die wahren Zahlen, insbesondere die der Toten, zwanzigmal höher seien als vom Gesundheitsministerium veröffentlicht.

Gläubige im Iran tragen beim Beten eine Maske.
Legende: Maske tragen beim Gebet: Im Iran ist dies derzeit nichts Ungewöhnliches. Keystone

Japan: Nachdem bisher vor allem die Hauptstadt Tokio einen deutlichen Anstieg der Neuinfektionen verzeichnet hatte, erleben nun auch andere Metropolen wie Osaka oder die Präfektur Aichi Rekordzuwächse bei Coronafällen. Die Stadtpräsidentin von Tokio kündigte an, für die japanische Hauptstadt wieder den Notstand auszurufen, falls sich die Situation weiter verschlechtern sollte.

Philippinen: Auf den Philippinen summieren sich die Coronavirus-Fälle auf über 136'000. Mehr als 2200 Menschen sind gestorben. Wegen der stark steigenden Ansteckungszahlen trat vergangene Woche für die Hauptstadt Manila und benachbarte Provinzen ein neuer Shutdown in Kraft, der für zwei Wochen gelten soll.

Er betrifft 28 Millionen Menschen, etwa ein Viertel der Bevölkerung des Inselstaates. Die Behörden hatten erst Anfang Juni die Kontaktbeschränkungen gelockert. Seitdem haben sich die Infektionszahlen mehr als versechsfacht.

In Südostasien ist nur Indonesien stärker von der Pandemie betroffen. Dort liegt die Zahl der bestätigten Infektionen bei rund 128'000, die Zahl der Todesfälle bei rund 5800.

Afrika

In Afrika gibt es inzwischen mehr als eine Million bestätigte Corona-Infektionen. Das ergibt eine auf Behördenangaben beruhende Statistik der Nachrichtenagentur AFP. Die am schlimmsten von der Pandemie heimgesuchten Länder Afrikas sind Südafrika, Ägypten und Nigeria.

Südafrika: In Südafrika sind mehr als die Hälfte aller auf dem Kontinent verzeichneten Ansteckungsfälle aufgetreten. Weltweit ist Südafrika das am fünftstärksten betroffene Land hinter den USA, Brasilien, Indien und Russland. Derzeit wird ein möglicher Impfstoff getestet.

Marokko: Nach einem sprunghaften Anstieg der Fälle hat Marokko Ende Juli mehrere Städte erneut abgeriegelt, darunter Casablanca. Die Menschen halten sich laut Regierung zu wenig an die geltenden Abstands- und Hygiene-Regeln.

Flughafenmitarbeiter tragen eine Schutzmaske.
Legende: Maske ist Pflicht: Gepäckkontrolle am Internationalen Flughafen von Casablanca. Keystone

Australien

Das Land will seine Grenzen wegen der Corona-Pandemie weiter geschlossen halten. Es werde noch einige Monate dauern, bis wieder Ausländer einreisen dürften, sagt Premierminister Scott Morrison. Nur Australier und Menschen mit permanentem Wohnsitz dürfen seither noch ins Land. Zudem gilt ein Ausreiseverbot für Australier.

Während die meisten Bundesstaaten und Territorien recht erfolgreich im Kampf gegen das Virus sind, gilt Victoria mit der Millionenmetropole Melbourne als Hotspot. Am Mittwoch meldete Victoria 21 neue Todesfälle innert 24 Stunden – so viele wie noch nie.

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Aus dem Archiv: Corona-Notstand im australischen Victoria
Aus Tagesschau vom 02.08.2020.
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Die Regionalregierung hat den Katastrophenzustand erklärt und in Melbourne eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Die strengen Regeln sollen bis mindestens Mitte September gelten.

Neuseeland: Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern hat mitgeteilt, dass die Behörden in einem Haushalt in Auckland auf vier mit dem Coronavirus Infizierte gestossen sind. Es sind die ersten bestätigten Fälle lokaler Übertragung im Land seit 102 Tagen. Das Land hatte ursprünglich seinen Sieg über das Virus gefeiert.

Für Auckland, die grösste Stadt des Landes, gilt deshalb seit Mittwoch die Gefahrenstufe 3, ein partieller Shutdown. Die Leute werden gebeten, zu Hause zu bleiben und Bars und viele andere Geschäfte werden geschlossen.

10vor10, 11.08.2020, 21:50 Uhr;

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