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Legende: Video Donald Trump: «Durch die direkte Absage wurden viele Kosten gespart» abspielen. Laufzeit 00:54 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.08.2019.
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Streit um Grönland-Verkauf Trump lässt Treffen mit dänischer Regierung platzen

  • US-Präsident Donald Trump hat im «Grönland-Streit» ein Treffen mit der dänischen Regierungschefin abgesagt.
  • Grund sei deren mangelndes Interesse an einem Verkauf der Insel, schrieb Trump auf Twitter.
  • Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen hatte der Idee des US-Präsidenten zuvor eine barsche Absage erteilt.

Er verschiebe den Besuch, weil die dänische Regierungschefin Frederiksen gesagt habe, dass sie kein Interesse daran habe, über einen Verkauf Grönlands zu reden, liess Trump verlauten. Die Ministerpräsidentin habe den USA und Dänemark «einen sehr grossen Aufwand» erspart, indem sie so direkt gewesen sei. Dafür danke er ihr, fügte Trump hinzu.

«Das erspart uns sehr grossen Aufwand»

Der stellvertretende Sprecher des Weissen Hauses, Judd Deere, erklärte wenig später, zu diesem Zeitpunkt sei der gesamte Besuch des Präsidenten in dem Land abgesagt.

«Hoffe, dies ist nicht ernst gemeint»

Der US-Präsident hatte am Sonntag ein Interesse am Kauf der Insel bestätigt, die als autonomes Gebiet zu Dänemark gehört. Ein Kauf wäre «sicherlich strategisch interessant» und «im Grunde genommen ein grosses Immobiliengeschäft», sagte der einstige Immobilienmogul. Grönland koste Dänemark viel Geld, jährlich 700 Millionen Dollar. Das Thema habe aber für seine Regierung keine oberste Priorität.

Das «Wall Street Journal» hatte zuvor berichtet, Trump interessiere sich wegen der natürlichen Ressourcen und der geostrategischen Bedeutung für die nordöstlich von Kanada gelegene Insel. Wie seriös die Absichten seien, sei aber selbst für seine Mitarbeiter unklar gewesen, hiess es.

Kopfschütteln in Dänemark

Die dänische Regierungschefin besuchte die Insel am Sonntag und betonte dort, dass Grönland nicht zum Verkauf stehe. Sie sagte zu Trumps Idee: «Ich hoffe inständig, dass dies nicht ernst gemeint ist.»

Strategische Bedeutung

Grönland ist eine eisbedeckte Insel zwischen dem Nordatlantik und dem Nordpolarmeer, auf der sich der US-Militärflugplatz Thule Air Base befindet.

Die Insel mit ihren rund 56'000 Einwohnern ist etwa sechs Mal so gross wie Deutschland und hat den Status eines autonomen Territoriums von Dänemark.

Grönland zieht aufgrund seiner strategischen Lage und seiner Bodenschätze die Aufmerksamkeit der globalen Grossmächte China, Russland und USA auf sich.

Dänische Politiker hatten schon zuvor mit Kopfschütteln auf Trumps Überlegung reagiert. «Es muss sich um einen Aprilscherz handeln», hatte Ex-Ministerpräsident Lars Lokke Rasmussen gesagt.

«Wenn er das wirklich in Betracht zieht, dann ist das der letzte Beweis, dass er verrückt geworden ist», erklärte der aussenpolitische Sprecher der Dänischen Volkspartei, Sören Espersen. «Der Gedanke, dass Dänemark 50'000 Bürger an die Vereinigten Staaten verkauft, ist völlig lächerlich.»

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91 Kommentare

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  • Kommentar von Willi Fetzer  (wi)
    «Wenn er das wirklich in Betracht zieht, dann ist das der letzte Beweis, dass er verrückt geworden ist», erklärte der aussenpolitische Sprecher der Dänischen Volkspartei, Sören Espersen." Auf den Punkt gebracht!
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  • Kommentar von Denis Garneau  (Denis Garneau)
    Mein vorschlag: Trump kauft ganz Dänemark und vermietet Grönland an Russland. Die pro-russische Ukrainer ziehen nach Grönland. Um den kauf Dänemark zu finanzieren, verkauft Trump Florida an Kuba ( behält aber die Rechte auf Golfplätze). Alle Kubaner ziehen nach Florida um und leasen der Insel an Hong Kong für 99 Jahre. Die Bürger Honkongs ziehen nach Kuba. Und die Dänen: "Well Denmark is a very special country with incredible people so we'll see..."
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
    Warum sollte man Grönland den Dänen nicht abkaufen können? Wäre ja ein fairer Deal. Und massiv fairer als das zwangsweise Einverleiben der Schweiz in die EU durch erpresserische Massnahmen oder die Art und Weise wie die Sozialisten in Peking ihr Einflussbereich erweitern, siehe Hongkong, siehe Taiwan.
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