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YB-Fans feiern ohne Corona-Abstand
Aus Tagesschau vom 01.08.2020.
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YB holt den Meistertitel Meister-Feiern ohne Abstand und mit Schwerverletztem

  • Trotz Corona liessen es sich zahlreiche Berner Fussballfans nicht nehmen, den Meistertitel ihrer Young Boys zu feiern.
  • Der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) zieht eine gemischte Bilanz zur YB-Meisternacht.
  • Ein schwerer Pyro-Unfall habe die Feierlichkeiten überschattet, zudem sei die Eigenverantwortung mancher Fans trotz Corona zeitweise an einem kleinen Ort gewesen.

Das sagte Reto Nause am Samstag gegenüber Radio SRF. Positiv beurteilte er die Polizeiarbeit: Der Polizei sei es gelungen, die Anzahl Personen in der Ausgehmeile Aarbergergasse auf etwa 1000 Menschen zu begrenzen.

Wie viele Fans insgesamt in Bern unterwegs waren, lasse sich nur schwer abschätzen, sagte Nause. Das im Vorfeld befürchtete Szenario, dass Abertausende YB-Fans in die Stadt strömen würden, habe sich jedenfalls nicht bewahrheitet.

Mann verletzt sich schwer bei Pyro-Unfall

Ein YB-Fan hat sich gegen 1 Uhr früh im Breitenrain-Quartier schwere Verletzungen zugezogen. Die Indizien deuten auf einen Selbstunfall hin, wie Recherchen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA ergaben.

Vieles spreche dafür, dass dem Mann ein Böller in der eigenen Hand explodiert sei, hiess es aus informierten Kreisen. Bei dem Unfall soll der Mann mehrere Finger verloren haben. Die Kantonspolizei machte auf Anfrage keine näheren Angaben. Sie verwies auf die laufenden Ermittlungen. Auch Sicherheitsdirektor Reto Nause konnte keine weitere Auskünfte geben.

Der Vorfall ereignete sich beim Waldhöheweg, unweit eines bekannten YB-Fanlokals. Die Ambulanz brachte den Schwerverletzten ins Spital.

Auch in der Innenstadt waren nach Spielschluss zahlreiche Pyrotechnika gezündet worden.

«Sehr gut» beurteilte Nause die Zusammenarbeit mit der Fanarbeit und dem BSC Young Boys. Der Verein hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass sich die Mannschaft nach der Rückkehr aus dem Wallis nicht in der Stadt zeigen werde.

Die Behörden hatten die Fans aufgefordert, gesittet zu feiern und die Corona-Regeln einzuhalten. Nach Feststehen des Meistertitels um 22.24 Uhr brachen in der Aarbergergasse aber kurzzeitig alle Dämme. Die Fans lagen sich in den Armen und feierten dichtgedrängt den Triumph. Die Polizei sperrte die Gasse kurzfristig.

YB-Fans feiern auf den Berner Strassen den Meistertitel.
Legende: Ohne Abstand: YB-Fans feiern auf den Berner Strassen den Meistertitel. Keystone

Eine Freinacht gab es ohnehin nicht. Auch hatte YB bereits im Vorfeld auf eine offizielle Meisterfeier verzichtet, wie sie in den letzten beiden Jahren stattfand. Damals waren jeweils Zehntausende Menschen in die Stadt und ins Wankdorfstadion geströmt. Diesmal zeigte sich das Team nicht einmal in der Stadt.

Trotzdem harrten viele Fans spätnachts dann vor dem Wankdorfstadion aus. Sie bescherten ihrer Mannschaft bei deren Rückkehr aus dem Wallis einen feurigen Empfang.

SRF 4 News, 1.8.20, 12:30 Uhr / Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr;

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31 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Peter  (Hanspeter97)
    Glückwunsch. Alles andere erübrigt sich. Würde in nächster Zeit in Bern nicht mehr einkaufen wollen :)
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  • Kommentar von Walter Foletti  (Walter Foletti)
    Schade, dass es immer noch Leute gibt die den Ernst der Lage nicht Wahr haben wollen.
    Was hier abging war absolut unverantwortlich und fahrlässig.
    Rücksichtnahme auf die Mitmenschen sieht anders aus.
    Aber anscheinend geht's diesen Fans zu gut, was ihnen ja zu gönnen ist, aber so zu feiern ohne Einhaltung der Vorgaben, ist schlichtweg verantwortungslos. Einen regionalen Lockdown scheint denen egal zu sein. Vielleicht weil es ihnen zu gut geht?
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  • Kommentar von Jörg Wombacher  (Dr. Fritz)
    Danke für einen weiteren Schritt in Richtung zweiter Lockdowns. Die ganzen kleinen Unternehmen, Ladenbesitzer, Künstlerbetriebe, Eventveranstalter, etc., die jetzt schon um ihre Existenz käpfen, danken es Euch. Ein Lexikon zeigt unter „asozial“ Eure Bilder!
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    1. Antwort von Luis Seitz  (Luigi02)
      Einen zweiten Lockdown wird es nur geben, wenn der Bundesrat ihn verhängt, was er hoffentlich nicht tut. Das heisst, Einzelpersonen, die einfach mal wieder feiern wollen, kann man dann nicht einfach die Schuld geben.
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