Zum Inhalt springen

Header

Audio
Vaterschaftsurlaub führt zu Röstigraben innerhalb der SVP
Aus HeuteMorgen vom 06.12.2019.
abspielen. Laufzeit 01:54 Minuten.
Inhalt

Vaterschaftsurlaub-Referendum Der Röstigraben innerhalb der SVP

Die SVP-Kantonalparteien in der Westschweiz weichen vom nationalen Kurs ab – Präsident Rösti ist darüber nicht erfreut.

Die SVP ist die einzige Partei, die das Referendum eines bürgerlichen Komitees gegen den zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub unterstützt, den das eidgenössische Parlament im September beschlossen hat. Genauer gesagt: die SVP Schweiz, denn: Eine kantonale SVP-Sektion nach der anderen spricht sich in der Romandie gegen das Referendum aus – und für den zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub. Einmal mehr zeichnet sich innerhalb der SVP ein Röstigraben ab.

Der Präsident der SVP Schweiz, Albert Rösti.
Legende: Der Präsident der SVP Schweiz, Albert Rösti, ist nicht erfreut, dass die Westschweizer vom nationalen Kurs abweichen. Keystone/Archiv

Es sei einfach nicht mehr zeitgemäss, gegen einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub zu sein, sagt der Präsident der Waadtländer SVP, Kevin Grangier, denn: Auch zu einer traditionellen Familienvorstellung gehörten, dass Mütter arbeiteten und die Rollen ausgeglichener verteilt würden.

Es ist falsch, weil damit verlassen die Westschweizer die Parteilinie.
Autor: Albert RöstiPräsident SVP Schweiz

Ähnlich tönt es bei der SVP in den Kantonen Genf, Neuenburg, Wallis und Freiburg. All diese Kantonalsektionen folgen der Empfehlung der SVP Schweiz nicht, das Referendum gegen den zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub zu unterstützen.

Darüber ist der Präsident der SVP Schweiz, Albert Rösti, wenig erfreut. «Es ist natürlich falsch, weil damit verlassen sie die Parteilinie», sagt Rösti und ergänzt: «Sie unterstützen ein Element, das höhere Kosten für die Wirtschaft, aber auch für die Arbeitnehmenden verursacht – für ein paar wenige.»

Offener gegenüber progressiver Familienpolitik

Diese Argumente der SVP Schweiz für das Referendum ziehen in den Westschweizer SVP-Sektionen kaum. Nicht nur, weil die Kantone Neuenburg und Waadt bereits einen doppelt so langen – einen vierwöchigen Vaterschaftsurlaub – für ihre Angestellten eingeführt haben. Grangier bestätigt: Man sei auch in der Westschweiz in der SVP offener gegenüber einer progressiven Familienpolitik als in der Deutschschweiz.

Der Präsident der Waadtländer SVP, Kevin Grangier.
Legende: Es sei einfach nicht mehr zeitgemäss, gegen einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub zu sein, sagt Kevin Grangier. Keystone/Archiv

Schon bei den eidgenössischen Wahlen hatten mehrere Westschweizer SVP-Sektionen Mühe mit der Klimapolitik der SVP Schweiz. Nun gehen die Meinungen innerhalb der SVP also bereits beim nächsten Thema mehrheitlich auseinander: bei der zweiwöchigen bezahlten Vaterzeit.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

50 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.