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Schweizer Detailhandel Migros erzielt Rekordumsatz – dank Onlineverkäufen

  • Trotz einem Rückgang im klassischen Detailhandel hat die Migros im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz erzielt: Der Orange Riese setzte 28.7 Milliarden Franken um – 0.7 Prozent mehr als im Vorjahr.
  • Die Umsätze in den Läden gingen leicht zurück. Die Onlineverkäufe legten hingegen kräftig zu.
  • Auch Discounter Denner und die Shops von Migrolino konnten zulegen.
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Aus dem Archiv: Die Probleme der Migros
Aus ECO vom 05.11.2018.
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Zum Vergleich: Konkurrentin Coop hat 2019 mit 30.7 Milliarden Franken mehr oder weniger gleich viel umgesetzt wie im Jahr davor. Während das Detailhandelsgeschäft zulegte, wurde die Gruppe von Wechselkurseffekten im Grosshandelsgeschäft gebremst.

Bei der Migros nahm der Detailhandelsumsatz im Inland um 0.6 Prozent auf 22 Milliarden Franken zu. Dagegen sank der Umsatz im genossenschaftlichen Detailhandel leicht um 0.7 Prozent auf 16.7 Milliarden Franken.

Noch stärker war das Minus in den Supermärkten und Verbrauchermärkten der zehn regionalen Migros-Genossenschaften im Inland, wo der Umsatz um 1.4 Prozent auf 11.6 Milliarden Franken schrumpfte. Grund dafür waren Preissenkungen auf den 1500 wichtigsten Produkten im Sommer. Denn eigentlich haben die Kunden mehr Einkäufe in den Migros-Läden getätigt.

Umsatzmaschine Digitec

Gleichzeitig bestellten die Leute fleissig im Internet. Der gesamte Onlineumsatz der Migros Gruppe wuchs um 9.9 Prozent auf 2.3 Milliarden Franken. Besonders florierte das Geschäft von Digitec Galaxus: Der grösste Onlinehändler der Schweiz knackte mit 1,1 Milliarden Franken erstmals die Milliardengrenze. Das sind 16,1 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Auch der Lebensmittelinternethändler LeShop sowie die Onlineshops der Fachmärkte verbesserten sich.

Gutes Jahr für Denner und Migrolino

Auch bei Denner klingelten erneut die Kassen: Der Discounter konnte den Umsatz um 2.3 Prozent auf 3.3 Milliarden Franken erhöhen. Die Migrolino-Shops profitierten von der zunehmenden Beliebtheit von Verpflegung für unterwegs (im Fachjargon Convenience genannt). Das Grosshandelsgeschäft von Migrolino und der Mineralölhändler Migrol legten ebenfalls zu.

Die Migros-Industrie konnte sich um 0.7 Prozent auf 5.9 Milliarden Franken steigern. Treiber für das Wachstum sei vor allem das Auslandgeschäft in über 50 Ländern weltweit, hiess es.

Ebenfalls rund lief es bei der Migros Bank, die dank Immobilienverkäufen einen Rekordgewinn von 255 Millionen Franken einfuhr. Und in der noch kleinen Gesundheitssparte Medbase/Santémed kletterte der Umsatz um die Hälfte, nachdem die Migros die Topwell-Apotheken übernommen hatte.

Globus schrumpft weiter

Dagegen ging der Krebsgang bei Globus weiter. Die Warenhaus-Gruppe musste im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang von 5.6 Prozent auf 762.7 Millionen Franken hinnehmen. Schuld am Taucher seien vor allem Filialschliessungen, nachdem die Marken Schild und Herren Globus eingestampft worden waren. Auf vergleichbarer Fläche wäre der Umsatz in den Filialen indessen um knapp 1 Prozent gewachsen.

Auch der Reiseanbieter Hotelplan Group ist durch die Pleite des britischen Tourismusriesen Thomas Cook, den heissen Sommer und die Brexit-Folgen in Turbulenzen geraten. Der Nettoumsatz sank um 5.7 Prozent auf 1.2 Milliarden Franken.

Den Gewinn will die Migros am 24. März veröffentlichen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Eine Genossenschaft, die es bitternötig hätte, den Genossenschaftsgedanken im Sinne einer wirklichen Mitbeteiligung Aller 'Beteiligten' neu anzupacken?
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    1. Antwort von Philipp Moreno  (HOC)
      Wie Recht sie haben Frau Kunz!
      Mich nahm es vor einiger Zeit wunder, was für "genossenschaftliche" Rechte denn Migros Genossenschafter haben. Aus diesem Grund las ich die Statuten der Migros und fand leider wie erwartet, nichts was auch nur den genossenschaftlichen Gedanken streift oder dessen Erwähnung wert wäre....
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    2. Antwort von Peter Zuber  (Hä nuuh)
      Papier ist ja geduldig und gewisse dürfen hier alles kommentieren, andere werden eher zensiert. Es ist eben nicht nur eine Genossenschaft es sind deren acht. Der Genossenschaftsbund (MGB) verwaltet die Industrien, Galaxus und die weiteren Betriebe: Globus Denner etc. Der MGB gehört aber den Genossenschaften und halt selber nichts zu melden. Die Genossenschaften sind für die Frischprodukte verantwortlich den Rest orgnisiert der MGB. Ähhm aber wo möchten sie denn nun gerne mitreden?
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    3. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Vielleicht wissen Sie es besser, Herr Zuber, aber soviel mir bekannt ist, bestimmen Angestellte nicht als GenossenschafterInnen mit. Auch bei jeglichen Expansionsvorhaben haben diese kaum mitzubestimmen. Eine starke unabhängige Gewerkschaft in den Mitbestimmungsgremien im Sinne einer lebendigen Auseinandersetzung wird nicht gefördert .... Zürich und Bern sind eigentliche gewerkschaftsfreie Zonen?
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