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Biodiversität und Landwirtschaft – ist das ein Widerspruch?
Aus Forum vom 21.03.2019.
abspielen. Laufzeit 52:49 Minuten.
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Biodiversität Schweiz Landwirtschaft und Artenvielfalt – ein Widerspruch?

Die Landwirtschaft produziert unsere Nahrungsmittel. Die intensive Nutzung der Böden setzt der Artenvielfalt zu. Biodiversität und Landwirtschaft – geht das überhaupt?

Die Landwirtschaft produziert Gemüse, Obst, Fleisch und Milch für unseren täglichen Bedarf. So verzehrten zum Beispiel im Jahr 2017 Herr und Frau Schweizer pro Kopf 73 Kilo Frischgemüse, 18 Kilo Joghurt oder 22 Kilo Schweinefleisch. Die intensive Nutzung der Böden hat eine Kehrseite. Sie setzt der Artenvielfalt zu.

Vögel als Warner

Die in der Landwirtschaft eingesetzten Pestizide und Stickstoffe bedrohen Tier- und Pflanzenarten. Oder lässt diese ganz verschwinden. Verschwinden jedoch Insekten, verschwinden damit auch Bestäuber. Der Mangel an Insekten hat wiederum zum Rückzug von 60 Prozent der Brutvögel in Landwirtschaftsgebieten beigetragen. Vögel sind ein guter Gradmesser für den Zustand der Umwelt und unseren Umgang mit der Natur.

Bauern in der Zwickmühle

Viele Bauern kümmern sich schon heute um die Ökologie, säen Blumenwiesen neben ihren Feldern an, produzieren biologisch oder reduzieren ihren Tierbestand. Aber Bauern sind nicht Naturgärtner. Sie sind Produzenten. Sie liefern uns Fleisch, Milch, Obst und Gemüse. «Und bitte nicht zu teuer», sagen wir Konsumentinnen und Konsumenten. Also muss der Ertrag auf den Feldern maximiert werden.

Diskussion

Geht das überhaupt zusammen: ein gut funktionierendes Ökosystem mit einer Vielfalt an Lebewesen und eine produktive Landwirtschaft?

In der Sendung «Forum» diskutierten:

  • Christoph Hagenbuch, Landwirt in Oberlunkofen
  • Pascal König, Projektleiter Landwirtschaft, BirdLife Schweiz

69 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Einzig und allein, seit vielen Jahrzehnten, sind es die verantwortungsbewussten, einsichtigen, kreativen "Demeter-Bauern" (bio-logisch dynamische LW), welche unbeachtet der vielen verlockenden "Volks-Subventionen", grossartige, nachhaltig öko-logische LW betreiben und damit ihren Teil für den Erhalt der "Lebensgrundlage" (Biodiversität = Umweltschutz) der Bevölkerung, grossartig beisteuern! Der Rest der LW "glänzt" mittels tonnenweise "Chemie-Einsatz" und Zerstörung!
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    1. Antwort von u. Felber  (Keule)
      Man kann alles übertreiben...
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  • Kommentar von Peter Käppeli  (P. Käppeli,Bern)
    Konsument muss Verantwortung übernehmen, zu den Bauern: auf dem Weg Bern Luzern sehe ich kaum die so wichtigen Ackerschonstreifen/Säume auf Aeckern, wenig Bunt/Rotationsbrachen. Ansonsten keine Strukturen auf den Feldern. Dabei gäbe es Geld für zusätzliche Leistungen. Viele, nicht alle, Bauern haben Angst, sie würden als Grüne oder nicht richtige Bauern dastehen, wenn sie ökol. Leistungen erbringen. Warum nicht als zusätz. Standbein solche Leistungen ansehen? Mentalitätswandel muss stattfinden.
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    1. Antwort von Konrad Schläpfer  (Koni)
      Peter Käppeli, noch nie was von Ausgleichsflächen gehört??
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    2. Antwort von Peter Käppeli  (P. Käppeli,Bern)
      @Schläpfer: Ausgleichsflächen werden im Herbst gemäht/geweidet, da ist im Winter nichts mehr. Aufgebaute Lebensgemeinschaften in AF werden jeden Herbst zerstört. Meine Lösung: alle 10 oder 20 Meter ein ganzjähriger Altgrasstreifen und ab und zu ein Asthaufen/Steinhaufen und ein Busch. In den ganzjährigen Altgrasstreifen wimmelt es vor Leben und dieser Lebensraum überdauert so das ganze Jahr. Warum Bund diese ganzj. Altgrasstreifen nicht unterstützt ist mir ein Rätsel.
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Hat die fehlgeleitete, industrialisierte "Chemie-Landwirtschaft", die "NATUR" ganz vergiftet/zerstört, gibt es logischwerweise auch keine "Landwirtschaft" und keine "Lebensgrundlage" für diie Menschheit mehr! Was gibt es da noch zu überlegen, zu diskutieren betreffend dringender "Einsicht zur Umsicht" = nachhaltig öko-logische Landwirtschaft = LEBEN für Natur - Tier und damit den Menschen!
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    1. Antwort von M. Roe  (M. Roe)
      Casagrande: Sie haben recht. Aber leider gibt es auch bei uns schwere Korruption. Jedes Land (Politiker) versucht dies von sich zu weisen, meist mit Erfolg. Wenn man dann mal ein Opfer wie die USA gefunden hat, fühlt man sich schon fast so sicher, wie in einem "Bunker". Die populistische Bewegung muss dringend für eine Zeit der "Aufklärung" sorgen. Es ist ein schwerer Kampf gegen die Linken! Nur Mut!
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    2. Antwort von Lungile Gyger  (Lu Gyger)
      Ihren Standpunkt haben sie mit mittlerweile mehr als 3 Kopien mehr als verdeutlicht. Wie wäre es mit einem neuen Impuls?
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