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Legende: Audio «Forum»: Die ganze Sendung zum Nachhören abspielen. Laufzeit 55:07 Minuten.
Aus Forum vom 22.08.2019.
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Wahlen 2019 «Wenn ich im Nationalrat wäre...»

Sie sind jung und haben ja gesagt. Ja zu einer Kandidatur für die Nationalratswahlen 2019. Für diese Mission braucht es viel Optimismus. Denn aus der Pole-Position starten sie nicht. Wie viel politische Erfahrung braucht es für Bundes-Bern? Kann man zu jung sein dafür?

Vier Köpfe der Gäste
Legende: v. l. n. r.: Jessica Ott (20, JSVP), Lars Ritter (22, JUSO), Luca Boog (19, JCVP), Jehan Mukawel (26, JFDP) ZVG /Collage SRF

Mehr als Listenfüller

Junge Männer und Frauen lassen sich bei den Jung-Parteien für die Nationalratswahlen aufstellen. Manchmal kriegen sie einen guten Listenplatz. Manchmal einen miserablen. Als Listenfüller sehen sie sich aber nicht. Es geht darum, Erfahrungen zu sammeln. Vielleicht klappt es ja in vier, acht oder zwölf Jahren.

Politik ist mir wichtig, weil ich mich für unsere Zukunft engagieren möchte.
Autor: Jehan MukawelNationalratskandidatin JFDP

Die jungen Listen gelten als Talentschmiede. Einigen gelingt später auf den Listen der Mutterparteien die Wahl in den Nationalrat.

Glamour und Knochenarbeit

Es sei mehr als nur ein Event, bei den Wahlen mitzumachen. Aber klar, man werde schon anders wahrgenommen, sagen verschiedene Nationalratskandidierende. Knochenarbeit ist es trotzdem. An freien Samstagen am Bahnhof oder in der Fussgängerpassage Flyers zu verteilen gehört ebenso dazu, wie für Initiativen Unterschriften zu sammeln. Kein Muss für die meisten, sondern ein willkommener Anlass, um mit Menschen auf der Strasse wichtige Themen zu debattieren.

Ich mache Politik, weil ich die Menschheit voranbringen will anstatt mich nur zu beklagen.
Autor: Lars RitterNationalratskandidat JUSO

Mitgestalten und besser machen

Die jungen Nationalratskandidierenden stehen für dieselben Grundwerte ein wie die erfahrenen. Sie möchten aber selber anpacken.

Ich engagiere mich in der Politik, weil ich nicht tatenlos zusehen will.
Autor: Jessica OttNationalratskandidatin JSVP

Zudem sehen sie ihre Unverbrauchtheit auch als Chance.

Ich mache Politik, weil die Jungen zu wenig in der Politik vertreten sind.
Autor: Luca BoogNationalratskandidat JCVP

Im Forum treffen vier junge Nationalratskandidierende aus den vier grossen Parteien aufeinander.

Gäste:

  • Jehan Mukawel, 26, JFDP SG
  • Luca Boog, 19, JCVP LU
  • Jessica Ott, 20, JSVP TG
  • Lars Ritter, 20, JUSO SO

Mit in der Runde

  • Anina Hanimann, Politologin Uni Luzern

Hier geht es zur Online-Diskussion – Meinungen aus dieser Diskussion sind in die Sendung «Forum» eingeflossen.

11 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Rentsch  (johann43)
    Nachdem ich die Sendung aufmerksam verfolgt habe, bin ich froh, dass von diesen jungen NR-Möchtegerns niemand gewählt werden wird. Deren Antworten auf die diversen Fragen verrieten durchwegs entweder Mangel an Analysekompetenz oder eine verzerrte Realitätssicht aus ideologischer Fixierung. Und die Moderation brachte es fertig, auf den Themenkarten vier Forderungen der politischen Linken zu formulieren. Wichtigste (Jugend-)Themen fehlten, z.B. der Diebstahl an den Jungen in der Altersvorsorge...
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  • Kommentar von Béatrice Schenker  (Badatele)
    Junge, unverbrauchte und idealistische Menschen bringen frischen Wind in unser veraltetes System. Die Amtszeit sollte auf 12 max. 16. Jahre beschränkt werden. Eine gute Durchmischung jung-alt, Frau-Mann wäre wünschenswert. VR Mandate müssten abgegeben werden sobald man im Nationalrat sitzt. Ein/e NR sollte unabhängig für seine Ideale einstehen und nicht von Geldgebern bestimmt werden. Viele Versprechen die im Wahlkampf gemacht werden sind sobald gewählt nichtig und die Lobbyisten obsiegen.
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    1. Antwort von Chris Meier  (Chris Meier)
      Max. 3 Legislaturen für jeden Politiker als Gesetz einführen - und dass die Jungen zuerst nur als Listenfüller funktionieren, ist Teil des Systems - so bringen es schlussendlich nur diejenigen zum Ziel, die auch die Geduld & Nerven dazu haben, bis am Schluss durchzuhalten!
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    2. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Béatrice Schenker: Wenn Sie "unabhängige" Nationalräte wollen, müssten diese für die 4 Jahre in ein abgeschirmtes Kloster. Kaum auf der Welt hat jeder bereits einen sozioökonomischen Background. Nur schon die Wahl einer Partei durch diese Jungen, zeigt die Präferenzen auf, sonst wären ja alle parteilos. Dann aber würde der Wähler die Katze im Sack kaufen. Es ist nun mal so, dass Menschen die in die Politik gehen von sich glauben, sie seien berufen und wüssten es besser; egal ob alt oder jung.
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    3. Antwort von Béatrice Schenker  (Badatele)
      @Thomas Leu: klar sind wir beeinflusst durch unser Umfeld. Im Gegensatz zur Parteizugehörigkeit gibt es als VR Mitglied aber fett Kohle. Und diese bringt den Politiker/in zum Umdenken. Es gibt NR die bis zu 14 Mandate haben und diesen verpflichtet sind.
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  • Kommentar von Ginette Bertschi  (Ginette Bertschi)
    Unbedingt brauchen wir junge Menschen im Parlament! Die Mischung jung und alt bringt bessere Lösungen für die Zukunft. Erfahrung allein genügt nicht im Parlament, es braucht die Ideen und Perspektiven von Jungen dazu!
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