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Beethoven-Tag bei SRF 2 Kultur 5 Stunden zu Beethovens Leben und Werk

Ludwig van Beethoven: Grimmiger Eigenbrötler oder fanatischer Revolutionär? 5 Sendungen zu dem Über-Komponist.

Beethoven – ungeliebt, grimmig und revolutionär?

Mythenumrankt ist die Figur des Komponisten Ludwig van Beethoven. War er wirklich der grimmige Eigenbrötler, als den ihn die Geschichte darstellen will? Der fanatische Revolutionär? Der von Frauen ungeliebte Künstler? In einem Parcours durch Leben und Werk Beethovens gibt die Musikpublizistin Eleonore Büning Auskunft.

Der politische Beethoven

Ludwig van Beethoven hat wie nur wenige bedeutende Komponisten in einer einschneidenden politischen Umbruchszeit gelebt: Aufklärung, Französische Revolution, Napoleons Ideen und die Neuordnung Europas durch den Wiener Kongress – all das ist zu Beethovens Lebzeiten.

Wie wurde Ludwig van Beethoven politisch sozialisiert? Wie hat er seine politische Meinung gebildet, geäussert, verworfen? Und wie zeigen sich die politischen Umwälzungen in seiner Musik – nicht zuletzt in seiner 9. Sinfonie?

Jenny Berg spricht darüber mit der Musikwissenschaftlerin Julia Ronge, Kuratorin der neuen Ausstellung im Beethoven-Haus Bonn.

Ein Huhn à la Beethoven – mit Ivo Adam

Gioachino Rossini wurde das berühmte Tournedos gewidmet. Der Sängerin Nelly Melba ein gleichnamiges Dessert. Doch Ludwig van Beethoven? Der Komponist mit dem empfindlichen Magen? Der Künstler, der Wert auf gutes Essen legte, aber auf welches? Der Mensch, der Anfang 19. Jahrhundert weitab von heutigen Vegetarismus-Trends fröhlich Hühner, Kälber, Karpfen verspeiste?

Der Schweizer Starkoch Ivo Adam hat zu den Klängen von Beethovens Pastoral-Sinfonie ein Gericht erfunden, ein Huhn alla Beethoven. Ein Besuch bei Adam in Bern. «Zu Gast bei Ludwig van Beethoven» macht Appetit und Lust zum Nachkochen.

Rezeption und Mythos: Das Spätwerk Beethovens

Mit 30 realisiert Beethoven, dass er taub werden wird. Das setzt seinem Leben als fröhlicher Rheinländer ein Ende und lässt ihn zum Misanthropen werden. Er nimmt sein Schicksal an und komponiert dagegen an. Heroisch. Aber auch sein Leben als unglücklich Verliebter passt zum Bild des Helden.

Aus diesen beiden Ingredienzien ist er gemacht, der «Mythos Beethoven». Wir fragen nach, wie mächtig dieser Mythos ist und wie er sich im Lauf der Zeit verändert hat: wir fragen nach beim Wissenschaftler Hans-Joachim Hinrichsen, der Beethoven wie kaum ein anderer kennt. Dazu macht sich der Komponist Helmut Lachenmann über das Spätwerk Beethovens Gedanken – das sind jene letzten Werke, an denen sich der Beethovenmythos massgeblich entzündet hat, weil die Musik gar so bizarr und schroff klingt. Ein tönendes Abbild ihres Schöpfers? Was hat es auf sich mit dem Beethovenmythos, wie entwickelte er sich und welche Blüten trieb er? Und was hat Stanley Kubrick mit dem Ganzen zu tun?

Wie hätte Beethoven als Jazzer heute gewirkt?

Er war nicht nur ein genialer Komponist, sondern ein ebenso virtuoser Pianist und Improvisator. Reflexionen über Ludwig van Beethovens Arbeitsweise mit der Musikwissenschaftlerin Corinne Holtz und dem Jazzpianisten Hans Feigenwinter.

Beethovens Fantasie für Klavier op. 77 lässt erahnen, wie der Komponist improvisiert hat. Sein Schüler Carl Czerny sagte über dieses Stück: «Diese sehr geistreiche Fantasie gibt ein getreues Bild von der Art, wie er zu improvisieren pflegte. Wenn er kein bestimmtes Thema durchführen wollte und sich daher seinem Genie in Erfindung immer neuer Motive überliess.»

Und Beethovens zum Teil sehr chaotische und mehrfach überarbeitete Autographe zeigen, mit wie viel Beharrlichkeit und Sorgfalt er an seinen Ideen arbeitete. Bis jeder Ton auch wirklich an seinem richtigen Platz war.

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