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Mission B Wildbienen glücklich machen – so geht's!

Mit diesen einfachen Massnahmen können wir Wildbienen im Garten oder auf dem Balkon nicht nur ein Zuhause, sondern auch ein reich gedecktes Buffet bieten.

Eine Hummel sitzt auf einer Blume
Legende: Colourbox

Ein reich gedeckter Tisch

In vielen Gärten und auf Balkonen sieht man sogenannte Wildbienenhotels. In diese mit Holzröhrchen bestückte Nisthilfen, bauen an die 20 verschiedene Wildbienen ihre Nester. Doch was ist ein Hotel ohne ein reiches Frühstücksbuffet? Wildbienen brauchen nicht nur ein Heim, sondern auch etwas zu essen.

  • Vielfältiges Angebot an Wildblumen und einheimischen Sträuchern: Wichtige einheimische Wildblumen sind beispielsweise Hornklee, Esparsette, Glockenblumen, Ziest, Färberkamillen, Natterkopf, Distel, Flockenblumen, Thymian, Dost, Rainfarn, Wegwarte, Witwenblume, Weideröschen oder Wilde Möhre. Bei den Stauden sind es Weiss- und Schwarzdorn, Wildrosen, Brombeeren, Himbeeren, Berberitze oder Johannisbeere. Wer sogar einen Baum pflanzen will, macht Wildbienen mit Weiden, Kirsche, Apfel, Birne, Quitte, Zwetschge, Aprikose, Feldahorn oder Vogelbeere eine Freude.
  • Kombinationen für lange Blütezeiten: Damit Wildbienen die ganze Saison hindurch einen gedeckten Tisch vorfinden, werden idealerweise Frühblüter und Spätblüter kombiniert. Alle Zwiebelpflanzen, wie beispielsweise Maiglöckchen, blühen früh im Jahr. So auch Weiden, Kornellkirsche oder Schlüsselblumen. Besonders spät im Jahr blüht der Efeu oder auch die Wegwarte.

Wild und wertvoll

Das Bundesamt für Umwelt BAFU macht aktuell auf die Wichtigkeit der Wildbienen aufmerksam. Im Webdossier «Wild und wertvoll, Link öffnet in einem neuen Fenster» finden Sie weitere Informationen zu den Wildbienen.

Eine Sandbiene kriecht aus ihrer Höhle
Legende: Colourbox

Ein Zuhause für Wildbienen

Wildbienenhotels, die es auch im Fachhandel zu kaufen gibt, sind populär. Sie sind aber nur für rund 20 Wildbienen-Arten geeignet. Sand ist der Spitzenreiter, aber auch Totholz und verdorrte Pflanzenstängel sind beliebte Nistplätze.

Sand als Nistplatz

  • Fast 75 Prozent der Wildbienen-Arten graben ihre Nester in den Sand: entweder in sandige Böden oder grosse Sandhaufen. So entstehen richtige Labyrinthe mit Haupt- und Nebengängen. Am besten eignen sich sonnige und trockene Standorte.
  • Aus ungewaschenem Sand mit leichtem Lehmgehalt lassen sich Sandhaufen auftürmen. Diese sollten mindestens einen halben Meter breit und 50-100 cm hoch sein. Damit das Meisterwerk der kleinen Biene nicht schon beim ersten Regen kaputt geht, muss der Sand gut angedrückt werden.
Video
Abrisse als Nistplatz für Wildbienen
Aus Biodiversität vom 10.05.2019.
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  • An gut besonnten Böschungen und an Wegrändern kann man die Vegetation mit einer Schaufel abstechen. So entstehen 30-50 cm hohe, senkrechte Abrisskanten, in welche Wildbienen ihre Nistplätze graben können.

Totholz als Nistplatz

  • Es gibt auch Wildbienen, die in Totholz nisten. So zum Beispiel die Blauschwarze Holzbiene. Mit ihren starken Mundwerkzeugen frisst sie Gänge ins Holz, in die sie dann ihre Eier legt. Am besten eignen sich grosse, etwas morsche und eher weiche Holzstücke (zum Beispiel vom Apfelbaum) an einen sonnigen und trockenen Ort.

Dürre Pflanzenstängel als Nistplatz

  • Auch in verdorrten Pflanzenstängeln können Wildbienen nisten. Wichtig ist, dass die Pflanzenstängel über mehrere Jahre stehen bleiben.
Video
Dürre Pflanzenstängel als Nistplatz für Wildbienen
Aus Biodiversität vom 10.05.2019.
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  • Alternativ können verdorrte Stängel auch abgeschnitten und senkrecht an einer sonnigen Stelle montiert werden. Dazu eignen sich Himbeeren, Brombeeren, Wildrosen, Königskerzen, Disteln, Kletten oder Holunder.

Wildbienenhotel richtig gemacht

  • Nicht alle Wildbienenhotels, die im Handel erhältlich sind, eignen sich als Nisthilfen. Tannenzapfen oder Holzwolle nützen Wildbienen nichts – im Gegenteil, denn darin können sich Fressfeinde einnisten.
Video
Mona Vetschs Bienenhäuschen-Fails
Aus Radio SRF 3 Clips vom 03.04.2019.
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  • Wildbienenhotels können auch selbst gebaut werden. Am besten verwendet man gut gelagertes Laubholz. Die Löcher sollten nicht zu nahe aneinander sein und senkrecht zum Holzwuchs gebohrt werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass losgelöste Holzspäne die Bienen verletzen. Aus demselben Grund ist auch Nadelholz ungeeignet.

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